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So können Unternehmen pflegende Beschäftigte unterstützen!

2030 soll es drei Millionen Pflegebedürftige geben. Der demografische Wandel stellt Unternehmen damit vor die Herausforderung die Pflege- und Berufszeiten ihrer Beschäftigten zu vereinbaren. Besonders dringend braucht es adäquate Lösungen für weibliche Angestellte, da diese häufiger als ihre männlichen Kollegen Pflegeaufgaben übernehmen. Über 20 Arbeitgebende und Personalverantwortliche informierten sich daher am 23. Mai 2017 auf der Veranstaltung „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege – weibliche Fachkräfte binden und gewinnen“ in der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter. Eingeladen hatte das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Bonn/Rhein-Sieg die Mitglieder des Netzwerks FAMILIENBEWUSSTE UNTERNEHMEN Bonn/Rhein-Sieg sowie interessierte Arbeitgebende von kleinen und mittelständischen Betrieben.

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„Gut qualifizierte Beschäftigte sind eins der wichtigsten Unternehmensstandbeine in den Zeiten des Fachkräftemangels. Mit individuellen Lösungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege können Arbeitgebende Mitarbeiterinnen binden und motivieren. Auch Ausfallzeiten und betriebliche Folgekosten werden so reduziert“, betont Johannes Stein, Trainer und Berater für Gesundheitseinrichtungen und Referent auf der Veranstaltung. In seinem Vortrag erfuhren die Teilnehmenden mehr über typische Problemlagen pflegender Angehöriger, das Familienpflegezeitgesetz und praxisnahe Unterstützungsangebote für pflegende Beschäftigte.

Stein wies zudem darauf hin, dass viele Beschäftigte nicht mitteilen, wenn sie einen Angehörigen pflegen und Arbeitgebende daher erst davon erfahren, wenn die Belastung zu hoch sei. Mit der Implementierung eines betriebseigenen Pflegescouts, entsprechenden Informationsveranstaltungen sowie Tipps auf dem schwarzen Brett und im Intranet können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter frühzeitig für das Thema Pflege sensibilisiert werden. Arbeitgebenden empfiehlt Stein zudem einen fertigen Notfallplan „in der Schublade“ zu haben.

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Einen praktischen Einblick in den Umgang mit der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege boten im folgenden Unternehmenstalk die RSAG und das Helios Klinikum Siegburg, beides Mitglieder im familienbewussten Unternehmensnetzwerk. „Man sollte immer individuelle Lösungen finden, denn die Situation jedes einzelnen Mitarbeiters ist unterschiedlich. Daher bieten wir zum Beispiel Arbeitszeitkonten an“, betonte Johannes Surmann vom Helios Klinikum. Surmann sprach sich zudem für Diskretion aus, denn nicht alle Beschäftigten möchten, dass die private Pflegearbeit publik werde. Jana Goldmann, Gleichstellungsbeauftragte und Justiziarin der RSAG, stellte zudem fest: „Die Empathie der Führungskräfte ist entscheidend für den Umgang mit den pflegenden Angehörigen. Wir bemühen uns zudem, die Beschäftigten gemeinsam mit einem externen Familienservice aufzufangen.“ Goldmann betonte zudem die einseitige Rollenverteilung in der Pflege: „Es ist überwiegend die Frau, die Arbeit reduziert, pflegt und die Familienarbeit macht.“

Wer nach Vortrag und Talkrunde noch Informationsbedarf hatte, konnte sich beim abschließenden „Netzwerken“ mit Dienstleistern für familienunterstützende Angebote austauschen und mehr über individuelle Paketlösungen für Unternehmen erfahren.

Weitere Informationen zum Thema gibt es unter: https://familienbewussteunternehmen.de/instrumente/beruf-und-pflege/

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