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Urkunde für familienbewusste Unternehmen

Ob Werbeagentur, Pflanzengroßhandel oder IT-Dienstleister, 42 Unternehmen engagieren sich aktuell im Netzwerk FAMILIENBEWUSSTE UNTERNEHMEN Bonn/Rhein-Sieg. Die kleinen und mittelständischen Betriebe stärken mit ihren familienbewussten Angeboten nicht nur die Work-Life-Balance ihrer Beschäftigten, sondern auch ihre Arbeitgebermarke und den Wirtschaftsstandort Bonn/Rhein-Sieg. Am 5. April wurden 13 anwesende Arbeitgebende anlässlich des 12. Netzwerkstreffens mit einer Urkunde vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf Bonn/Rhein-Sieg ausgezeichnet. Ein langjähriges Netzwerkmitglied, die RSAG, stellte die Räume für die Veranstaltung.

Nicht nur eine Urkunde, sondern auch jede Menge Informationen zur flexiblen Arbeitszeitgestaltung nahmen die Teilnehmenden mit. Denn Jobsharing, Teil- und Gleitzeit machen Unternehmen attraktiv und binden Beschäftigte: Zu diesem Ergebnis kam Anna Schopen vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln, Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA), in ihrem Vortrag „Zwischen Stechuhr und Zeitsouveränität ‐ Ihr Weg zu flexiblen Arbeitszeiten“. „Durch Zeitmodelle, die auf die persönliche Lebenssituation jedes Einzelnen zugeschnitten sind, können Arbeitgebende im Wettbewerb um die besten Fachkräfte punkten“, stellte Schopen fest. Mütter und Väter hätten zum Beispiel andere Wünsche als Pendler, ältere Beschäftigte oder Weiterbildungsinteressierte.

 

Passende Arbeitszeitmodelle finden!

Wichtig bei der Wahl der jeweiligen Arbeitszeitmodelle ist die individuelle Abstimmung auf das Unternehmen und seine Beschäftigten. Im Schichtdienst können Arbeitszeitkonten zum Beispiel die Flexibilität der Fachkräfte erhöhen. „Die Kommunikation ins Unternehmen sollte rege und kontinuierlich gepflegt werden. Es lohnt sich zudem regelmäßig zu prüfen, ob die flexiblen Arbeitszeitmodelle noch zeit- und beschäftigten-gerecht sind“, stellte Schopen fest. Auch im Sonderfall, wie bei einer schlechten Auftragslage, solle offen kommuniziert werden, dass Fehlstunden nicht als „reduzierte Produktivität“ wahrgenommen werden, sondern in diesem Fall aus betriebswirtschaftlichen Gründen sogar sinnvoll sind.

Besondere Umsicht erfordere, laut Schopen, die Vertrauensarbeitszeit: Arbeitgebende sollten prüfen, ob das Modell zur Zeitmanagementkompetenz des jeweiligen Beschäftigten passe. Halten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesetzliche Pausenzeiten ein und können sie entstehende Mehrarbeit selbstständig einschätzen? Petra Mellinghoff, Geschäftsführerin des Privatbüro Plus und seit 2014 Mitglied im Netzwerk, ergänzte: „Für mich als Arbeitgebende gehört auch das Gesundheitsbewusstsein dazu. Denn regelmäßige Pausen außerhalb des Büros und ausreichend Zeit für eine Mahlzeit sichern die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten.“

 

Die Ergebnisse der Netzwerkbefragung

Zum Abschluss stellte Elke Graff, Projektleiterin des Netzwerks FAMILIENBEWUSSTE UNTERNEHMEN Bonn/Rhein-Sieg, die Ergebnisse der erstmaligen Netzwerkmitgliederbefragung vor: „Bei der Auswertung haben wir festgestellt, dass bisher vorrangig Angebote in den Bereichen Arbeits- und Elternzeit, Wiedereinstieg und Pflegeunterstützung umgesetzt wurden.“ Die Netzwerkmitglieder gaben zudem an, besonders von den Anregungen und aktuellen Informationen zur familienbewussten Personalpolitik sowie vom Austausch zu profitieren. Für die Zukunft wünschen sich die befragten Unternehmerinnen und Unternehmer mehr Informationen über das richtige Rollenverhalten in Führungspositionen sowie Tipps für die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege.

Das Thema Pflege steht daher auch aktuell auf dem Veranstaltungskalender: Am 22. Juni 2017 findet ein Pflegescout-Workshop in Bonn statt. Umfassende Experten-Informationen gab es zudem am 23. Mai auf der Fachveranstaltung „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege – weibliche Fachkräfte binden und gewinnen“.

 

In Planung: Die Aktionstage 2018

Einfließen werden die Anregungen zudem in die Aktionstage 2018. In unterschiedlichsten Veranstaltungsformaten erfahren die Arbeitgebenden im nächsten Jahr dann mehr über die Instrumente der familienbewussten Personalpolitik und die Erfahrungen der anderen Netzwerkmitglieder. Damit die Workshops und Vorträge speziell auf die Bedürfnisse der Betriebe abgestimmt werden können, erarbeiten einige Mitglieder gemeinsam mit dem Team des Kompetenzzentrums in einer Arbeitsgruppe inhaltliche Schwerpunkte.

 

Wir sind auf der women&work!

Den direkten Kontakt zu gut qualifizierten Frauen ermöglicht in Kürze die Messe women&work in Bonn: Am 17. Juni informiert hier das Kompetenzzentrum am Stand X3 über seine Projekte und gibt Einblick in die Stellenangebote der familienbewussten Netzwerkmitglieder.

Weitere Informationen gibt es unter: https://www.womenandwork.de/messe/ausstellerprofil/competentia_nrw_kompetenzzentrum_frau_und_beruf_bonnrhein_sieg/

 

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