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Das neue Pflegezeitgesetz: Das ändert sich ab 2015

Von einem Tag auf den anderen ist alles anders: Die Partnerin oder der Partner, die Eltern, das Kind brauchen akute Pflege. Und das alles neben dem Job? Hilfe soll das Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf bringen, 2015 tritt es in Kraft. Auf was müssen sich Unternehmen einstellen?

1. Akute Pflege
Bei plötzlicher Pflegebedürftigkeit, Verschlechterung des Gesundheitszustandes oder zusätzlicher Erkrankung eines Familienmitgliedes dürfen Beschäftigte bis zu 10 Tage der Arbeit fernbleiben, um eine bedarfsgerechte Pflege zu organisieren. Die Pflegekasse zahlt mit dem Pflegeunterstützungsgeld in dieser Zeit bis zu 90 Prozent des Nettoeinkommens als Lohnersatz. Arbeitnehmende müssen diese Unterstützung beantragen.

2. Bei häuslicher Pflege bis zu 6 Monaten
Beschäftigte haben einen Rechtsanspruch darauf, ihre Erwerbstätigkeit bis zu sechs Monate aufzugeben oder teilweise zu reduzieren, um die Pflege zu übernehmen. Für diese Zeit wird keine Lohnersatzleistung gezahlt. Beschäftigten können aber ab 2015 ein zinsloses Darlehen aufnehmen, das nach Ende der Freistellung zurückgezahlt wird muss.

3. Bei Pflege bis zu zwei Jahren
Beschäftigte können sich bis zu 24 Monate teilweise freistellen lassen, um ein Familienmitglied zu Hause zu pflegen. Die verbleibende Arbeitszeit muss mindestens 15 Stunden betragen. Die Lohndifferenz kann durch ein zinsloses Darlehen ausgeglichen werden, das beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) beantragt werden muss. Entscheidet sich ein Beschäftigter für diese Variante, muss er seinen Arbeitgeber mindestens 12 Monate vorher informieren.

Den Gesetzesentwurf zum Download finden Sie hier.

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