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Nachbericht zum 25. Netzwerktreffen

Am Dienstag den 02. März 2021 trafen sich 9 Teilnehmende aus 6 Unternehmen zum Netzwerktreffen der Familienbewussten Unternehmen Bonn/Rhein-Sieg. Dieses Treffen fand virtuell statt. Herr Dr. Stefan Barth, Geschäftsführer der tarent solutions GmbH, hielt einen Impulsvortrag zu dem hoch aktuellen Thema: „Remote Leadership – Führen aus der Ferne“.

Zu Beginn des Treffens gab es einen kurzen Einblick in das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Bonn/Rhein-Sieg mit seinen mittlerweile 90 Netzwerkmitgliedern.

Im Anschluss konnten sich alle Teilnehmende kurz vorstellen und Beweggründe für die Beteiligung am Netzwerktreffen erläutern. Deutlich wurde die Freude, die anderen Netzwerkmitglieder wieder zu sehen. Aber auch das große Interesse an dem impulsgebenden Vortrag zum „Remote Leadership“.

Dr. Stefan Barth zeigte in seinem Vortag die katalysierende Wirkung der Corona-Pandemie für das Thema Homeoffice. So machte er deutlich, dass, im Vergleich zwischen 2019 und 2020, die Nutzung von Homeoffice Möglichkeiten von der Nischenregelung zum Regelfall geworden ist. Natürlich nur in den Bereichen, in denen die Arbeit im Homeoffice möglich ist.

Konnte eine hohe Nutzung der Homeoffice Möglichkeit im Verlauf von 2020 beobachtet werden, so zeigte sich im November 2020 eine deutliche Rückkehr zu Präsenzarbeitsplätzen. Ersichtlich wurde, dass viele Arbeitnehmende sich im Homeoffice produktiver fühlten, aber der direkte Kontakt zu Kollegen und Vorgesetzen fehlte. Auch die Abgrenzung zwischen Beruflichem und Privatem nahm ab.

Hier setzte Herr Dr. Barth an und erläuterte die Kunst des „Remote Leadership – Führen aus der Ferne“. Als ersten Punkt nannte er, die sich ändernde Kommunikation, wenn ein Großteil der Belegschaft und auch die Führungskräfte aus dem Homeoffice heraus arbeiten.

In diesem Zusammenhang nannte er die Meetingkultur und betonte die Kunst, alle Teilnehmenden bei einem virtuellen Treffen mitzunehmen. Er schlug vor, die Agenda durch die Mitarbeitenden mitgestalten zu lassen und den Chat für eine Echtzeitkommunikation zu nutzen.
Er verwies auch auf ein Beispiel der tarent solutions GmbH, welche virtuelle Räume für Spaß und Abwechslung geschaffen hat, um den Teamzusammenhalt zu stärken. Online Team Aktivitäten mittags, zur Pause oder zum Feierabend, wie Yoga, ein Vorleseonkel, oder Gaming-Angebot waren nur einige Beispiele.

Er zeigte deutlich, dass die persönliche Beziehung zwischen Führungskraft und Mitarbeitendem in den Vordergrund rückt im Gegensatz zur Leistungskontrolle. Zudem wies er auf die Chance hin, dass, da durch, das Gespräche in virtuellen Räumen stattfinden und nicht mehr im Büro des Chefs, sich Mitarbeitende eher öffnen.

Dr. Barth verwies auch darauf, dass die Situation des Remote Leadership eine Möglichkeit biete, Arbeitsabläufe zu hinterfragen, zum Beispiel der Weg hin zu papierlosem Arbeiten, oder der Selbstorganisation, sowohl der Führungskraft als auch der Mitarbeitenden. An diesem Punkt knüpfte er an und machte deutlich, dass es beim Führen auf Distanz kaum eine Möglichkeit für Kontrolle gebe, sondern das Vertrauen in die Kompetenz und in die Selbstorganisation der Mitarbeitenden der richtige Weg sei.

Der Ersatz der Kontrolle biete die Transparenz über Arbeitsergebnisse, diesen Ansatz sollte auch die Führungskraft leben.

Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu gewährleisten schaffte die tarent solutions GmbH die Kernarbeitszeit ab, führte die Vertrauensarbeitszeit ein und legte Besprechungen in Randzeiten.

Dr. Barth zeigte deutlich auf, dass die tarent solutions GmbH sogar die Mitarbeitenden schützen musste und sowohl die Einhaltung der Arbeitszeiten, wie auch die Inanspruchnahme des Urlaubes einforderte, da das Engagement so groß war.

Schließlich zeigte er, an Hand der Mitarbeiterbefragung über die Zufriedenheit im Unternehmen von 2020, welche die besten Ergebnisse seit Jahren aufwies, dass Remote Leadership eine große Chance biete und viele Erkenntnisse für das Arbeiten in der Präsenzsituation genutzt werden können.

Nach dem impulsgebenden Vortrag wurde im Plenum diskutiert. Aus der Diskussion ging hervor, dass die Situation des Remote Leadership als Denkanstoß genommen werden kann und die Arbeit, die in der Kontrolle der Mitarbeitenden liegt, eingespart werden kann, um sie in die Optimierung des Unternehmens zu investieren. Auch zeigte sich, dass innerhalb des Netzwerkes die Unternehmen ganz unterschiedlich arbeiten und nicht in jedem Unternehmen die Möglichkeit der Remote Arbeit besteht und zu dem sich viele Mitarbeitenden und auch Führungskräfte nach längerer Remote Arbeit wieder auf eine Rückkehr zum präsenten Arbeiten freuen.

Christiana Krack, Mitarbeiterin des Kompetenzzentrums, verwies nochmal auf die bevorstehenden Veranstaltungen und die Teilnehmenden blickten mit Freude auf das nächste Netzwerktreffen, vielleicht in präsenter oder virtuelle Form.

Teilnehmende 25. Netzwerktreffen
Teilnehmende 25. Netzwerktreffen

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