Unternehmen des Monats

intention Werbeagentur GmbH

„Unsere Beschäftigten sind Eltern oder sogar schon Großeltern. Etliche Kinder verdienen sich bei uns in den Schulferien etwas dazu. Dieser familiäre Zusammenhalt gehört fest zur DNA unseres Betriebes“, sagt Steffen Schneider, Geschäftsführer der Bonner Werbeagentur intention. Der Antrag auf Mitgliedschaft im Netzwerk FAMILIENBEWUSSTE UNTERNEHMEN Bonn/Rhein-Sieg war im Mai 2015 daher reine Formsache.

Schneider, selbst Vater und Fotograf mit einem Faible für Outdoor-Themen, gründete die intention Werbeagentur 1993 als Agentur für Fotografie und Werbung. Seine Beschäftigen kümmern sich um Marken wie Honda, Bayer04 Leverkusen oder New Balance, aber auch um Handels- und Industrieunternehmen.

Mobil und flexibel

Insgesamt 63 Fachkräfte im Alter von 23 bis 64 Jahren arbeiten bei intention in der Foto- und Filmproduktion „Natural Born Explorers GmbH“, der Intention Handelsmarketing GmbH und der intention Werbeagentur GmbH. Das Gros, rund 50 Beschäftigte, sind in der Werbeagentur in der Pützchens Chaussee angestellt.

Im Intention Firmenverbund arbeiten neun Mitarbeiterinnen und drei Mitarbeiter in Teilzeit. Die Arbeitszeit reicht dabei von 20 bis zu 35 Wochenstunden. Gründe für die Teilzeit sind Pflegeaufgaben, die Kinderbetreuung oder ein zusätzliches Vollzeit- oder Teilzeitstudium.

„Wir stellen unseren Beschäftigten einen Laptop, um auch mal mobil von unterwegs oder zu Hause zu arbeiten. Grundsätzlich funktioniert unser kreatives Arbeiten aber am besten im Team“, erläutert Schneider die Firmeneinstellung zum mobilen Arbeiten.

intention Werbeagentur GmbH

Die Ausnahme von der Regel markieren zwei Mitarbeiter, die aus dem Rheinland nach Oberammergau und Freiburg umgezogen sind und jetzt vorwiegend mobil arbeiten. Wer aus Köln kommt, findet aber auch immer im Büro der dort ansässigen Intention Handelsmarketing GmbH einen Arbeitsplatz. Größere Aufträge bearbeiten die Textprofis der Agentur mobil von zu Hause, um in Ruhe den richtigen Ton zu treffen.

4.279 km in einem Sabbatical

Wer für das Bundesamt für Naturschutz, Jack Wolfskin und Wikinger Reisen fotografiert, textet und entwirft, möchte auch selber unvergessliche Reisen erleben. Mit der nötigen Vorplanung realisieren die Bonner Beschäftigten ihre Sabbatical-Wünsche: Eine Mitarbeiterin wanderte über 4.000 Kilometer entlang des Pacific Crest Trails von Südkalifornien nach British Columbia. Dafür verzichtete sie auf ein Drittel ihres Lohns und brachte alle Überstunden sowie den Jahresurlaub ein. Für eine dreimonatige Australien-Reise mit Lohnfortzahlung reduzierte eine andere Kollegin ihr Gehalt.

Flexibel für die Familien

„Die meisten Eltern sind hier Eltern geworden. Die Kinder gehören einfach zum Betrieb dazu“, berichtet Schneider im Interview. Insgesamt arbeiten in der Bonner Agentur 30 Eltern. Beschäftigte mit Nachwuchs im Kita-Alter erhalten einen sozialversicherungs- und steuerfreien Zuschuss zur Kinderbetreuung. Lieber wären dem Gründer jedoch feste Belegplätze im nahegelegenen Kindergarten.

Fest zum familienbewussten Angebot gehören bei intention zudem Gespräche mit den Abteilungsleiterinnen und -leitern vor und nach der Elternzeit sowie die Teilnahme an Betriebsfesten während der Auszeit. „Wir suchen gemeinsam mit den Beschäftigten nach individuellen Lösungen. Uns ist ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Geschäftsführenden- und Beschäftigten-Interessen wichtig“, erklärt Schneider.

In Elternzeit gehen die meisten frischgebackenen Mütter zwölf bis 18 Monate. Aber auch Väter nehmen sich eine Auszeit. „Natürlich gehen bei uns auch Väter in Elternzeit. Sie haben schließlich ein Recht darauf. Als ich das Unternehmen vor 25 Jahren gegründet habe, hatte ich selbst drei kleine Kinder und kenne daher die Wünsche junger Väter.“

Sensibilisiert für die Bedürfnisse der jungen Mütter und Väter sind auch die Führungskräfte. So stieg eine Führungsfrau nach der Elternzeit mit 20 Stunden wieder ein und leitet jetzt ein achtköpfiges Team in 35 Stunden. Was für Eltern gilt, gilt natürlich auch für pflegende Beschäftigte.

Divers talentiert

Neben der Wertschätzung der familiären Kompetenzen stehen die diversen Beschäftigtentalente im Vordergrund. „Wir wollen hier eine Vielfalt an Menschen im Team. Das weitet den Horizont und bringt Zusatzkompetenzen“, stellt der Geschäftsführer fest.

Wichtig für die Arbeit der Werbeprofis ist das Verständnis unterschiedlicher Zielgruppen. Nicht nur aus diesem Grund arbeiten im Team Menschen aus verschiedenen Ländern, Kulturen und Altersstufen. Nur so können die Beschäftigten verschiedene Blickwinkel einnehmen und beweglich bleiben.

„Wir brauchen Leute, die von außen etwas mitbringen. Unsere Pacific Crest Trail-Wanderin arbeitet jetzt für einen Outdoor-Kunden. Die Expertise jedes Einzelnen bringt neue Kompetenzen ins Unternehmen und erschließt uns neue Kunden“, erläutert der Gründer.

Kreative Unternehmenskultur

Kreative Köpfe brauchen Inspiration. Damit diese nicht versiegt, sind nicht nur verschiedene Persönlichkeiten wichtig, sondern auch gemeinsame Aktivitäten und eine offene Gesprächskultur. Zur Unternehmenskultur gehören daher ausgelassene Feiern, ebenso wie Sport- und Weiterbildungsangebote.

Traditionell findet einmal im Jahr das Sommerfest mit allen Beschäftigten und ihren Familien statt. 2018 feierten die Kreativen anlässlich des 25. Firmenjubiläums ein rauschendes Fest: Essen aus vier Kontinenten, eine Cocktailbar, Straßenmusik, ein Fotobulli für die besten Selfies, eine Spiele-Ecke für die Kleinen und Musik am Lagerfeuer gehörten dazu. Zum großen Finale spielte die 13-köpfige Bonner Brasspop-Band Querbeat.

intention Werbeagentur GmbH

Gemeinsam schwitzen können die Beschäftigten einmal in der Woche beim „Original Bootcamp“-Sportprogramm oder beim Beachvolleyball auf dem großzügigen Gelände rund um die Villa in der Pützchens Chaussee. Beinahe selbstverständlich ist für die sportbegeisterten Mitarbeitenden die Teilnahme am Bonner Firmenlauf.

Ein spielerisches Freizeitevent mit Kundenbezug findet alle zwei Monate statt: In der „Blue Hour“ wettstreiten die Beschäftigten beim Rasenmäher-Rennen, Einrad-Fahren oder Kicker-Turnier. Wer sein Englisch verbessern möchte, büffelt dienstags mit zehn bis zwölf Mitarbeitenden im betriebsinternen Englischkurs. Die Hälfte der Kurszeit gilt als Arbeitszeit. Bei all den Möglichkeiten ist es Geschäftsführer Schneider wichtig festzustellen: „Wir wollen unsere Beschäftigten nicht vereinnahmen. Alle Events sind als Angebote zu verstehen und keine Pflicht.“

Bilder 2 + 4: ©intention Werbeagentur GmbH

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