Vorbereitet auf die Zukunft

Beruf und Pflege vereinbaren

Unsere Gesellschaft altert, und das spüren auch die Unternehmen. Denn der Anteil pflegebedürftiger Menschen steigt – und damit die Zahl der Beschäftigten, die ihre Eltern, Großeltern, Partnerin oder Partner pflegen.

Das Thema ist auch für kleine und mittlere Unternehmen aktuell. Immerhin finden es zwei Drittel aller Beschäftigten wünschenswert, dass Pflegebedürftige so weit wie möglich von ihren Angehörigen gepflegt werden. Unsere Empfehlung: Unterstützen Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Bedarf dabei, Beruf und Pflege miteinander zu verbinden. So bleiben die Fachkräfte und ihr Wissen erhalten. Während und nach der Pflegezeit. Schon kleine Maßnahmen und Weichenstellungen helfen, pflegende Angehörige zu unterstützen.

Unseren betrieblichen Pflegekoffer können Sie hier downloaden und für Ihre Beschäftigten bereit halten.

Offene Gesprächskultur

Viele pflegende Angehörige reden ungerne über ihre Doppelbelastung. Gleichzeitig ist ihr Informationsbedarf hoch. Im Folgenden finden Sie unsere Tipps zur Unterstützung Ihrer pflegenden Beschäftigten:

  • Holen Sie das Thema aus der Tabuzone. Motivieren Sie Ihre Belegschaft zum offenen Umgang mit Pflegesituationen und machen Sie die Pflege zum Thema in Beschäftigtengesprächen. Das schafft Transparenz und Verständnis.
  • Bieten Sie Pflegenden ein persönliches Gespräch an. Je schneller der Betrieb reagiert, desto eher sind die Beschäftigten entlastet. So können sich Fachkräfte wieder stärker auf ihre beruflichen Aufgaben konzentrieren.
  • Hängen Sie Informationen und Adressen am Schwarzen Brett aus. Dazu gehören Adressen von Beratungsstellen, Pflegediensten, Pflegeeinrichtungen und Dienstleistungen wie „Essen auf Rädern.“
  • Kooperieren Sie mit einer externen Beratungsstelle. Hier können sich Beschäftigte kostenlos und individuell beraten lassen.
  • Organisieren Sie interne Info-Veranstaltungen und weisen Sie auf externe Angebote, Webinare und Pflege-Seminare hin

Arbeitsorganisation und Familienpflegezeit

Der Pflegefall kann von heute auf morgen eintreten. Flexibilität und schnelle Reaktion sind dann wichtig. Die notwendigen Freiräume für pflegende Beschäftigte schaffen Sie im Bedarfsfall zum Beispiel durch flexible Arbeitszeiten und einen alternierenden Telearbeitsplatz.

Wichtige rechtliche Rahmenbedingungen

Anfang 2015 wurde das Familienpflegezeitgesetz modifiziert. Es ermöglicht es Beschäftigten, die Arbeitszeit für maximal zwei Jahre zu reduzieren, bei entsprechender Verringerung von Lohn und Gehalt. Zum teilweisen Ausgleich wird ein zinsloses Darlehen angeboten. Die Regelungen gelten für kleine und mittelständische Unternehmen mit mehr als 25 Beschäftigten. Unter dem Strich ist die Familienpflegezeit ein geeignetes Instrument, um den Unternehmen pflegende Angehörige zu erhalten.

Sie möchten mehr erfahren? Die nebenstehenden Links führen Sie zu direkt zu aussagekräftigen Informationen. Darüber hinaus sind wir gern für Ihre Fragen da!

Sie haben Fragen?

Wir informieren Sie gerne zum Thema Beruf und Pflege.

ZUM PFLEGEKOFFER

Alle Inhalte des betrieblichen Pflegekoffers finden Sie hier. Aktuelle Broschüren und Informationsblätter stehen für Sie zum Download bereit.

Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Bonn/Rhein-Sieg

BONN

RHEIN-SIEG-KREIS

Filiz Karsligil

Projektentwicklung, Mentoring Programm

Nicole Traut

Öffentlichkeitsarbeit

Natascha Kerstgens

Veranstaltungsmanagement, Öffentlichkeitsarbeit

Elke Graff

Projektleitung

Christiana Krack

Projektentwicklung "Familienbewusste Personalpolitik"

Vanessa Paluch

Projektassistenz

Soma Argawani

Projektassistenz

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