Netzwerk FAMILIENBEWUSSTE UNTERNEHMEN Bonn/Rhein-Sieg

24. Netzwerktreffen

„Flexible Arbeitszeiten und Arbeitszeitkonten“

01. Dezember 2020| Online

Am 01. Dezember 2020 versammelten sich die Teilnehmenden des 24. Netzwerktreffens das erst Mal online, so hatte das Netzwerk, trotz der vorherrschenden Pandemie, die Möglichkeit sich virtuell, über die Plattform Webex, auszutauschen und zu diskutieren.
Sieben Firmenvertreterinnen und Vertreter trafen sich mit Frau Christiana Krack und Natascha Kerstgens, des Kompetenzzentrums Frau und Beruf, und konnten dem sehr informativen Impulsvortrag von Frau Flüter-Hoffmann, des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V., folgen.
Unsere Expertin, Frau Flüter-Hoffmann, ließ während des Vortrags zum Thema „Flexible Arbeitszeiten und Arbeitszeitkonten“ immer wieder Fragen zu, so dass es zu einem regen Austausch zwischen den Teilnehmenden und der Referentin kam.

Zu Beginn ihres Vortrages ging Frau Flüter-Hoffmann auf die Verbreitung, Ziele und Nutzen für Beschäftigte von flexiblen Arbeitszeiten und Arbeitszeitkonten ein. Von der Teilzeit bis zum Sabbatical erläuterte sie verschiedene mögliche Modell des Flexiblen Arbeiten und zeigte die Entwicklung der letzten Jahre.
Auch ging sie auf die Entwicklungen der beschleunigten Digitalisierung während der Pandemie ein und erläuterte, dass Vertrauensarbeitszeit, Gleitzeit und Homeoffice in den Unternehmen, in denen es möglich ist, eine höhere Zeitsouveränität ermöglichen.
Sie zeigte, dass, auch in kleinen und mittleren Unternehmen, Arbeitszeitkonten für Beschäftigte angewendet werden. Sie verdeutlichte, dass so Betriebe zum Beispiel auf unterschiedliche Auftragslagen im Verlauf des Jahres reagieren können.

Die steigende Arbeitgendenattraktivität und die damit geringere Fluktuation, sowie sinkende Rekrutierungskosten hob sie nochmals hervor.
So verwies sie darauf, dass „nach dem Stepstone-Report „Arbeitgeberattraktivität 2020“  „Flexible Arbeitszeiten“ aktuell der wichtigste Attraktivitätsfaktor sind.“
Auch auf den Nutzen für Beschäftigte ging sie ein und erläuterte, dass flexible Arbeitszeiten zu einer höheren Zeitsouveränität und somit zu einer gesteigerten Arbeitszufriedenheit führen. Und auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie so erleichtert wird.

Im zweiten Teil ihres Vortrages ging Frau Flüter-Hoffmann auf die konkrete Umsetzung ein.
Sie erläuterte die Unterschiede zwischen Jahresarbeitszeitkonten und Lebensarbeitszeitkonten, an Hand von Best Practice Beispielen bei kleinen und mittleren Unternehmen und gab konkrete Handlungsempfehlungen. Auch erklärte sie den die Funktionsarbeitszeit, der Gleitzeit ohne Kernarbeitszeit, und veranschaulichte dies auch anhand eines KMUs aus NRW.
Sie erläuterte die Vor- und Nachteile der Vertrauensarbeitszeit und wies auf die elf Stunden Arbeitspause in diesem Zusammenhang hin.

Schließlich erklärte sie die drei Schritte bei der Einführung eines neuen Arbeitszeitsystems in einem Unternehmen:

  1. Sollkonzept entwickeln: Bedarf klären, rechtliche Bestimmungen, Kundenanforderungen
  2. Projektmanagement starten: Ziel festlegen, Meilensteine, Testphase
  3. Umsetzung starten: Kommunikation, Modell ausprobieren, ausgereiftes Konzept weiter ausrollen

Im letzten Teil Ihres Vortrages gab Frau Flüter-Hoffmann einen Ausblick auf die Zukunft der Arbeit und verwies darauf, dass, an Hand einer Umfrage an Beschäftigte, das flexible Arbeiten und die Führung in Teilzeit, das Thema unseres nächsten Online Seminars am 20. Januar, am stärksten zunehmen werden.
Mit gezielten Fragen regte sie die anschließende Diskussion der, aus den unterschiedlichsten Branchen stammenden Unternehmen, an.
In virtuellen Kleinräumen kam es zum Netzwerken und zum bilateralem Austausch zwischen den Teilnehmenden
Das erste virtuelle Netzwerktreffen kann abschließend als gelungene Alternative zu einem persönlichen Treffen gesehen werden.
Das 25. Netzwerktreffen im März 2020 wird das Oberthema „Remote Leadership – Führen aus der Ferne“ haben und Dr. Stefan Barth von der Tarent Solution GmbH wird dazu einen Impulsvortrag halten. Dieses Netzwerktreffen wird sowohl als Präsens-, wie auch als Onlinevariante vorbereitet werden.

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